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Warum “100 % Anti-Doping”?

Wir lieben den Radsport. Wir verbinden mit ihm positive Erlebnisse, Emotionen, persönliche Erfolge, Körpererfahrung, Naturerleben und soziale Kontakte.
Mit dem Rad erleben wir uns frei und unabhängig. Wir trainieren, um unsere Leistungen zu verbessern, sei es um einen Marathon zu schaffen, oder sich mit Gleichgesinnten zu messen, gegen die Uhr, bei einem spannenden Rennen oder auch im Training, an einem knackigen Anstieg.

Wir haben in den letzten Monaten schmerzhaft gelernt: der Leistungs- und Hochleistungssport ist hochgradig durch Doping infiltriert. Viele unserer Idole, die uns zum Training motivierten, deren Leistungen uns anspornten, die uns an die Strecken und Pässe der großen Rundfahrten führten, sind Betrüger und/oder Opfer einer kriminellen Struktur innerhalb des Sports.

Und es kommt schlimmer: Doping hat sich auch schon im Amateur- und Freizeitbereich etabliert und findet leider zunehmend Abnehmer. Mögliche Einfallsorte sind unter anderem Fitnessstudios, wo der Weg zum nächsten „Dealer“ oft nicht weit ist – denn nicht nur der Radsport hat ein Dopingproblem.

Wir müssen lernen genau hinzuschauen und kritisch zu werden, zu hinterfragen und zu bekennen:

Ich bin gegen Doping, 100 % !

Gründe gegen Doping

Doping ist Betrug:
Wer dopt, verschafft sich einen Vorteil gegenüber dem Konkurrenten und Mitstreiter. Er benützt dabei unerlaubte Substanzen und täuscht eine bessere Leistung vor. Konkurrenten, aber auch Freunde, Partner, Eltern, Zuschauer und Unterstützer (z.B. Sponsoren) werden betrogen. Wer dopt, betrügt, vor allem – SICH SELBST !

Doping ist illegal:
Die meisten wirksamen Dopingmittel sind Arzneimittel, die für die Heilung von Krankheiten für Patienten entwickelt wurden und apothekenpflichtig sind. Das Arzneimittelgesetz schreibt genau vor, wie Arzneimittel an den Patienten abgegeben werden dürfen. Sie sind nämlich verschreibungspflichtig und können deshalb nur mit einem Rezept eines Arztes in einer Apotheke erworben werden. Das Anbieten und der Verkauf von Arzneimitteln außerhalb der vorgesehenen Abgabe, ist verboten. Nach der neuesten Fassung dieses Gesetzes kann sogar  bestraft werden, wer zuhause solche Mittel auf Vorrat hält.
Wenn nun aber ein Arzt Dopingmittel auf Rezept verschreibt und/oder verabreicht  betrügt auch er, denn er folgt nicht mehr der ärztlichen Ethik, nämlich dem Grundsatz zu heilen. Er setzt sein Wissen und seine Autorität missbräuchlich zum Zwecke der körperlichen Leistungssteigerung ein.
 
Doping ist gefährlich:
Arzneimittel werden in therapeutischen Dosen zur Heilung eingesetzt. Im Doping werden diese Dosen oft bewusst um ein Vielfaches überschritten,  die Medikamentenwirkung ist außer Kontrolle.  Logischerweise weiß man deshalb oft nichts über Neben- und Langzeitwirkungen. Die Folgen sind bekannt und dürfen nicht verschwiegen werden:
Depressionen, Impotenz, Leberschäden und Leberkrebs, Wachstumsstörungen, schwere Herzkrankheiten, schwere Hormonstörungen, Sucht.
Auf dem Schwarzmarkt lauern zusätzliche lebensgefährliche Risiken. Viele „Präparate“ enthalten falsche Angaben oder falsche Dosierungen, sind mit gefährlichen Beimischungen versehen, um z.B. abhängig zu machen oder könnten mit tödlichen Krankheitserregern verseucht sein.

Doping verstößt gegen die Grundregeln des Sports:

Das Fairplay im Sport speist sich aus mehreren Prinzipien.

Der Natürlichkeit: Der Sportler erbringt seine Leistungen mit seinen eigenen geistigen und körperlichen Möglichkeiten, die ihm von Natur aus gegeben sind.

Der Chancengleichheit: Sport findet unter gleichen Wettkampfbedingungen statt, dazu werden vereinbarte Regeln von allen eingehalten.

Diese Grundbedingungen prägen den sogenannten „Sportsgeist“, der neben der Freude an der eigenen Bewegung und Leistungsfähigkeit auch den Respekt vor der Leistung des Konkurrenten in sich trägt.

Deshalb:  „100 % Anti-Doping“

Trage das Initiativen-Armband als klares Bekenntnis gegen Doping.
Bekenne Dich zum Erreichen sportlicher Ziele durch intelligentes Training, gesunde Ernährung und entsprechenden Lebensstil.
Erkenne sportliche Regeln und fairen Wettkampf an, habe den olympischen Gedanken im Hinterkopf und setze Dich auch in Deinem Umfeld für Moral, Ethik und Fairness im Sport und gegen Doping ein.

Die Kampagne „100 % Anti-Doping“ wird ab sofort begleitet von Informationsartikeln zu Risiken und Nebenwirkungen der bekanntesten Dopingpraktiken und -mittel. Diese Artikel werden in den kommenden Wochen und Monaten in unregelmäßigen Abständen auf Radsportscout.de erscheinen. 

Alle verbotenen Dopingstoffe und Methoden sind mit Namen von Radsportlern verbunden, diese werden genannt, auch wenn es schmerzt. Wir berufen uns dabei auf Auswertungen und Tests der Anti-Doping Kommissionen und Labore.
In keinem der Artikel werden wir Namen von Originalpräparaten nennen. Unser Anliegen ist Aufklärung über die Risiken und Gesundheitsgefährdung, die ein Sportler eingeht, wenn er sich des Dopings bedient.

Written by :
Ingo Kruck
 
 

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