| Erfolgsgeschichte Canyon F10 - Serie 2008 |
|
|
|
|
Als vor einigen Jahren die F10-Serie bei Canyon in die Startlöcher ging, hätte wohl niemand außer Chefdesigner Lutz Scheffer gedacht, dass dieser Rahmen so erfolgreich beliebten Marken wie Trek, Cube, Stevens, Specialized oder Cannondale Käufer abjagt. Für 2008 wurde das Topmodel nach Plänen von Scheffer am Institut für Verbundwerkstoffe in Kaiserslautern vollständig neu entwickelt. Heraus kam ein Rahmen mit gleichen Steifigkeitswerten, aber verbessertem Komfort, Funktionalität und Haltbarkeit. Leichtbauziel geschafft - Komfort ist der nächste Benchmark Mit nur 920g (RH 58) und deutlich unter 900g bei kleineren Rahmenhöhen hat sich auch Canyon nach dem Ziel Leichtbau neuen Herausforderungen gestellt und optimiert den Komfort. So gesellt sich der neue F10 zu den Marktführern des Carbon-Leichtbaus und bietet darüber hinaus mit seiner großen Ausstattungspalette und dem Individualisierungsprogramm "Style your own" ein fast unüberschaubares Angebot. Ob Campagnolo, Shimano oder SRAM, Standard, Triple oder Compact, Lightweight-Laufräder oder Alu-Massenware - Canyon findet für jeden Geschmack und Geldbeutel das richtige Rad. Gleich drei Kompletträder dürften nach Montage von Pedalen, Radcomputer und Flaschenhaltern an der unteren UCI-Gewichtsgrenze kratzen. Rekordverdächtig, doch Canyon wird noch immer argwöhnisch betrachtet.
Das Versenderimage Sicher gibt es immer noch das Klientel, dass die Nase rümpft, sobald der Name Canyon und der Begriff Versender zur Sprache kommt, aber sind wir doch einmal ehrlich, die Argumentation gegen Canyon hinkt deutlich. In unzähligen Tests hat Canyon bewiesen, dass Canyon-Rahmen keinen Vergleich mit den Top-Marken scheuen brauchen, oft sogar deutlich besser abschneiden.Vor-Ort-Service? Nein, den kann Canyon nur den lokalen Kunden bieten. Rückblick auf den Rückruf der Smolik-Gabel aus der Baureihe 2005/2006 am F8, F9 und F10. Dazu Daniel Bley, Junior Marketing Manager bei Canyon: "Die Geschäfte haben sich nach unserem Rückruf äußerst positiv entwickelt. Von vielen Kunden haben wir auch direkt ein positives Feedback bekommen, weil wir offen und aktiv mit dem Thema umgegangen sind. Natürlich haben die durch den Rückruf entstandenen Lieferverzögerungen einen gewissen Unmut erzeugt. Für diesen Umstand können wir uns nur entschuldigen. Da der Rückruf auch uns sehr kurzfristig getroffen hat, mussten wir in kürzester Zeit die Jahresproduktion von 2005, 2006 der Smolik Race SL und die 2007er Produktion der Smart Flex CSL Gabeln in allen verfügbaren Farben und Designs auf einmal durchführen. Obwohl wir weitere Formen für die Gabel aufgelegt haben, war dies einfach nicht von heute auf morgen zu realisieren. Die Durchführung des Rückrufs mit einem eigens eingerichteten Callcenter und einer extra dafür angemieteten Halle mit Montage- und Lagerplätzen ist von allen Seiten gelobt worden. (Siehe auch Tour Bericht über Rückrufe Tour 01/08) Von einem Vertrauensverlust in unsere Produkte/Marke haben wir nichts gespürt eher das Gegenteil. Der Rückruf hat gezeigt, dass unsere Qualitätsprüfungen, die wir seit Jahren in Zusammenarbeit mit Prof. Kohmann von der Hochschule Pforzheim durchführen unverzichtbar sind." Der oft geschmähte Hersteller der Rahmen in Fernost dürfte heute auch kein wirklicher Nachteil mehr sein. Auch so renommierte Marken wie Pinarello lassen ihre Designs inzwischen in Asien zu Kohlefaserrahmen verbacken. Bley zur Herstellung in Asien: "Die Herstellung der Rahmen in Asien erfolgt strikt nach unseren Vorgaben. Alle unsere Rahmenmodelle sind Eigenkonstruktionen, d.h. wir greifen nicht auf Serienteile der Rahmenproduzenten zurück oder lassen in so genannten Open Molds produzieren. Alle Carbonformen, die von unseren Produzenten genutzt werden sind unser Eigentum. Die Montage der Räder erfolgt dann wieder in Deutschland." Canyon verarbeitet ausschließlich vorimprägnierte Endlosfasern (Prepregs) mit unidirektionalem Gewebe (UD) für die semiintegrale Bauweise. Der Hauptrahmen des F10 ist ein Integralrahmen (Monocoque) mit per Tube-to-Tube angeflanschtem Hinterbau. Der Vorgänger-F10 war dagegen noch ein Produkt der Differentialbauweise, bei der die einzelnen Preformlinge zu einem Ganzen zusammengefügt werden. So sind denn auch alle F10-Rahmen der Ultimate CF Pro und Ultimate CF-Serie auf dem gleichen Level, hergestellt aus High-Modulus Fasern und mit dem gleichen Endgewicht. Die Endpreise beziehen sich ausschließlich auf die Ausstattung und erlauben jederzeit ein Upgrade auf Basis eines Top-Rahmens. Bei einem Preis von 1.399 Euro ein erstaunliches Angebot - Lizenzfahrer erhalten den Rahmen sogar für 1.069 Euro. Mit dem Crash-Replacement Programm bietet Canyon den F10 für 699 Euro als Tauschrahmen an, wenn der durch Unfall beschädigte Rahmen eingesandt wird.
Die Gewichtsangaben beruhen jeweils auf einer Rahmenhöhe von 58cm in "Carbon Fibre Black" (nur Klarlack). Farboptionen bringen etwas mehr auf die Waage, da hier vor dem Klarlack eine weitere Farbschicht lackiert wird. Der Einstieg in die Carbonwelt beginnt bei Canyon also mit 2.299 Euro, einem Dura Ace/Ultegra/FSA-Mix und den Ksyrium Equipe Laufrädern. Keine schlechte Zusammenstellung zu diesem Preis, wenn man bedenkt, dass auch in diesem Rad ein HM-Rahmen verbaut ist. Immerhin fuhren die Unibet-Profis in 2007 erfolgreich den Vorgänger-Rahmen. Kooperation mit Lightweight und SRM Um auch die ambitionierten Hobbyfahrer und Amateure zu befriedigen, setzt Canyon weiterhin auf die bewährte Partnerschaft mit Lightweight und bietet gleich drei Räder ab 4.999 Euro mit dem Lightweight Basismodell "Standard" (1.090g/Satz) an. Auch SRM ist zwischenzeitlich Canyon-Zulieferer und stattet das CF 9.0 SRM mit der Profiversion (8 Dehnmessstreifen / +- 2% Genauigkeit) als FSA-Variante aus. Bedenkt man den Preis des professionellen Systems von 3.498 Euro, ist das geradezu ein Schnäppchen. Sponsoring nach Unibet Das Sponsoren-Engagement wird Canyon in 2008 fortsetzen, so Bley: "Mit unserem Engagement beim Team Unibet.com im Jahr 2007 konnten wir beweisen, dass unsere Räder wirklich Profiniveau haben. Von den Fahrern haben wir ein überwältigendes Feedback bekommen, das auch in die Neuentwicklung des Ultimate CF einfließen konnte. Leider führte der Streit zwischen ASO und der UCI der auf dem Rücken des Teams ausgetragen wurde zum frühzeitigen Aus. Für die Umgehung des Wettverbots gab es jeder Zeit Lösungen, die die ASO und die anderen Veranstalter einfach nicht interessiert hat. Letztlich konnten sie sich sogar durchsetzten, so dass die UCI für 2009 nur 18 Pro Tour Teams nominiert hat. © Image-Copyrights: Canyon Bicycles GmbH, Radsportscout.de Quellenhinweis und weitere interessante Links zum Thema:
CanyonÄhnliche Artikel
|